Elektronische Gesundheitskarte für Flüchtlinge
✦ KI-Zusammenfassung
Die Stadt Sprockhövel beabsichtigt, die Teilnahme an der Rahmenvereinbarung zur Übernahme der Gesundheitsversorgung für nicht Versicherungspflichtige gegen Kostenerstattung in Nordrhein-Westfalen zum 30. Juni 2018 zu kündigen. Damit soll die Nutzung der elektronischen Gesundheitskarte (eGK) für Asylsuchende beendet und stattdessen zum Verfahren der Ausstellung von Behandlungsscheinen zurückgekehrt werden.
Die Verwaltung führt dazu aus, dass die Ziele einer Vereinfachung des Zugangs zum Gesundheitssystem sowie einer Erhöhung der Wirtschaftlichkeit bisher nicht erreicht wurden. Als Gründe für die Kündigung werden ein erhöhter Verwaltungsaufwand und Schwierigkeiten in der Zusammenarbeit mit der AOK angeführt. Dazu gehören hohe Fehlerquoten bei der Datenübernahme, zeitintensive Prozesse bei Namens- oder Adressänderungen sowie die Notwendigkeit, Fotos nach strengen Vorgaben zu erstellen. Zudem erschweren verspätete Meldungen und die fehlende Möglichkeit zur rückwirkenden Abmeldung die Verwaltung der Versicherten.
Ein weiterer Aspekt sind die finanziellen Unwägbarkeiten. Die Abrechnungen der Krankenkasse erfolgten mit erheblichen zeitlichen Verzögerungen, was die Budgetplanung erschwerte. Zudem findet keine Kontrolle der medizinischen Notwendigkeit der Behandlungen statt. Durch den Rückgang der Zahl der versicherten Personen und den Übergang vieler Asylsuchender in den Anspruch auf Analog-Leistungen wird eine Reduzierung des Aufwandes sowie eine bessere Kontrolle der Behandlungskosten durch das Kreisgesundheitsamt angestrebt.
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Beratungsfolge
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